Über mehrere Wochen arbeiteten die SchülerInnen der 2A-Klasse an einem Cool-Arbeitsauftrag (Cool = Cooperatives Offenes Lernen) zum Thema „Familiengeschichte“. Das Projekt wurde fächerübergreifend in den Gegenständen „Bildnerische Erziehung“ (Frau Prof. Birgit Schwendtner) und „Geschichte und politische Bildung“ (Frau Prof. Karen Hollweger) ausgeführt.

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Die SchülerInnen beschäftigten sich in Bildnerischer Erziehung intensiv mit Bäumen und in weiterer Folge mit ihrem Stammbaum. Zu Hause forschten sie im Kreise der Familie über das Leben in vergangenen Jahren, sowie über die Veränderungen, die die Zeit mit sich gebracht hat. Dabei wurden Interviews mit Großeltern und älteren Verwandten durchgeführt. Die eigenen Stammbäume wurden in individueller Gestaltung umgesetzt, familiengeschichtliche Themen sowohl in Texten wie auch Zeichnungen dargestellt.

Eine besondere Herausforderung in diesem Projekt war die Öffnung des Unterrichtes. Für einige Wochen wurden sowohl die BE-Stunden wie auch ein Großteil der GSPB-Stunden in so genannte Cool-Stunden umfunktioniert. Die SchülerInnen arbeiteten in beiden Fächern selbständig und eigenverantwortlich an diesem Projekt. Die Lehrpersonen waren in begleitender Funktion, unabhängig vom jeweiligen Fach.
Die größte Aufmerksamkeit wurde den Kompetenzen wie selbstständige Arbeitseinteilung, Ordentlichkeit, Eigenverantwortung, Einhaltung der Abgabetermine und Vollständigkeit des Auftrages zuteil. Dies stellte die SchülerInnen durchaus vor eine Herausforderung, die so manche mit Leichtigkeit, andere mit mehr Schwierigkeiten meisterten.
Am schwierigsten war, laut Rückmeldungen der Gymnasiasten, die Organisation immer alle Unterlagen in beiden Fächern dabei zu haben und die Pünktlichkeit wunschgemäß zu erfüllen.

Die freie Wahl der Materialien und die freie Einteilung der Arbeitsschritte machte den SchülerInnen viel Spaß. Das Projekt hat ihnen (mit einigen Ausnahmen) im Großen und Ganzen gut gefallen. In zwei Punkten waren sich die SchülerInnen einig. Sie hätten einerseits gerne noch mehr Zeit zur Verfügung gehabt und andererseits erkannten sie selber, dass die Lautstärke während des offenen, freien Arbeitens oftmals zu hoch war – ein etwas ruhigeres Arbeitsklima wäre angenehmer gewesen. All diese Erkenntnisse sind jedenfalls Teil des Lernerfolges.

Laut Eindruck der beiden Professorinnen haben sich alle Kinder sehr bemüht. Anhand eines umfangreichen Feedback-Bogens beurteilten sich die SchülerInnen selber und reflektierten über ihre gemachten Erfahrungen. Frau Prof. Schwendtner und Frau Prof. Hollweger bewunderten die durchwegs sehr ehrliche Selbsteinschätzung jedes Einzelnen.
Auch unserer Frau Direktor Dr. Barbara Moser gefielen das Projekt und die Präsentation sehr gut. Ihr ist es wichtig, dass die SchülerInnen unseres Gymnasiums, die durch solche Programme geübten Kompetenzen, wie zum Beispiel Selbstpräsentation, beherrschen und wünscht sich, dass solche „tolle Projekte“ in Zukunft öfter stattfinden. Franziska Mendel