Dass der Genozid (Vökermord) im 20. Jahrhundert nicht auf eine bestimmte geschichtliche Epoche beschränkt ist und auf keinen Fall einen „historischen Betriebsunfall“ darstellt, wurde in der Projektgruppe immer wieder thematisiert; ähnliche Strukturen sind auch nach 1945 wirksam und noch immer  werden Menschen aus ähnlichen Gründen ermordet; wir in Mitteleuropa können dies aber auf Grund der mangelhaften medialen Berichterstattung oft nicht (immer) wahrnehmen .

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit der Frage der Deportationen in die Vernichtungslager: im Zentrum der diesjährigen Arbeit standen die Schicksale von drei Kindern, die dokumentarisch so gut belegt sind, dass ihre Biografien nachgezeichnet werden konnten.

Ein Besuch des Franziskanerklosters Harmeze mit der Ausstellung der Bilder des polnischen Professors und Künstlers Marian Kołodziej rundete den Besuch der Gedenkstätten ab. Kołodziej, selbst ein Überlebender des KL Auschwitz, der im Mai 1945 in Ebensee befreit wurde, versuchte in vielen Zeichnungen und grafischen Arbeiten sein Leiden und seine (psychischen) Verletzungen aufzuarbeiten, ob er dies geschafft hat, lässt sich heute nicht mehr wirklich beantworten.

Ein Besuch der Stadt Krakau und eine Führung durch die Stadt am Sonntag schlossen das Besuchsprogramm ab. Auch hier konnte man die Spuren der zerstörten jüdischen Welt in Kazimierz sehen und ein bisschen erahnen, dass hier von den Nationalsozialisten und ihren Helfern eine ehedem blühende Kultur vernichtet wurde.

Gefördert wurde diese Schulveranstaltung vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus, von LH Dr. J. Pühringer, von der RAIBA Inneres Salzkammergut, der SparkassenAG Bad Ischl, der Volksbank Bad Goisern und dem Elternverein des BG/BRG Bad Ischl.

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