Er ist kaum zu übersehen: unaufhaltsam breitet er sich vor allem am Ufer von Flüssen aus, wo er optimale Lebensbedingungen vorfindet. Er kann bis zu 30 cm pro Tag wachsen und so bis zu 4 Meter hoch werden- kein Wunder, dass er kontinuierlich heimische Baumarten verdrängt… höchste Zeit also, um dem Japanischen Staudenknöterich (Fallopia japonica) den Kampf anzusagen!

Das Wetter war perfekt: der 14.Mai 2013 war ein Sommertag, wie man ihn sich nur wünschen kann! Umso besser, dass die Klasse 7NB im Rahmen des Biologie-Wahlpflichtgegenstandes ihren Unterricht einmal anders erlebt hat- nämlich unter freiem Himmel! Die Schüler und Schülerinnen, sowohl zwei Mitarbeiter der ÖBf-AG, Mitglieder der Naturschutzbund-Ortsgruppe Bad Ischl, also auch ein Vertreter der Fischereipächter „Fliegenfischer Waidgrecht“ und des Gewässerbezirks Gmunden waren am 2011 fertiggestellten Nebenarm der Traun in Engleithen in Bad Ischl versammelt- mit dem Ziel, den Staudenknöterich samt Wurzelmasse auszugraben und eine erneute Verbreitung zu vermeiden.

Mit der Pflanzung von rund 350 Stück standortgerechten Baumarten (Silber-, Bruch-, Salweide, Bergulme, Mehlbeere,..) wurde für natürliche Konkurrenz gegenüber der Pionierpflanze gesorgt. Doch damit war es nicht abgetan: Die entfernten Pflanzen mussten fachgerecht entsorgt werden- das heißt verbrannt- denn bereits kleinste Überbleibsel dieser Pflanze können eine erneute Verbreitung verursachen. Beispielsweise können sich nur etwa Daumennagelgroße Pflanzenteile, die vom Fluss fortgespült werden, an einer anderen Stelle wieder festwachsen und dort wuchern. So werden heimische Pflanzen- und somit der natürliche Schutz vor Hochwasser- verdrängt und massive Ufereinrisse können entstehen!

Hoffentlich hat sich der Arbeitseinsatz gelohnt und die gepflanzten Bäume fühlen sich wohl- dann kann einem natürlichen Lebensraum an der Traun nichts mehr im Wege stehen!

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